Paris (dpa) - Im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Organisatoren haben die Tennisprofis um Alexander Zverev am Medientag der French Open ein Protestzeichen gesetzt. Die Spielerinnen und Spieler sprachen nur jeweils maximal 15 Minuten mit der Presse.„Ich leite das Projekt zwar nicht, freue mich aber sehr, dabei zu sein“, sagte Zverev: „Es muss Fairness gegenüber den Spielern herrschen - und zwar nicht nur gegenüber den Nummern eins, zwei und drei der Weltrangliste, sondern gegenüber allen.“Aus dem Spielerkreis hatte es zuletzt sogar Drohungen gegeben, ein Grand-Slam-Turnier komplett zu boykottieren. Doch dazu kommt es bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris nicht. Stattdessen verkürzten die Profis ihre Zeit für Interviews. „15 Minuten sind besser als null“, sagte die belarussische Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die ihre Pressekonferenz vorzeitig beendete.Man sei wegen der Protest-Geste „etwas betrübt“, sagte Turnierdirektorin Amélie Mauresmo. Die Ex-Spielerin stellte klar: „Wir werden jetzt keine Änderungen vornehmen, wir werden aber Gespräche anstoßen. Das ist letztendlich der Wunsch aller Beteiligten.“ Darum geht es in dem ZoffHintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen, der derzeit zwischen 12 und 16 Prozent liegt, als zu gering erachten. Sie verlangen 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten. 61,7 Millionen Euro werden bei den diesjährigen French Open ausgeschüttet, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr und gar etwa 45 Prozent mehr als bei der Ausgabe 2019. Auch bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Wimbledon und New York steigen die Summen regelmäßig. Die Einnahmen bei den vier Major-Turnieren aber auch. „Wir reden nicht von Turnieren, die arm sind, die machen genug Geld“, sagte Zverev. Er hoffe, dass ein „fairer Weg“ gefunden werde, „ohne Streit oder irgendwelche Boykotts“.Becker auf Seite der SpielerBoris Becker bezog klar Stellung. „Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein“, sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde: „Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.“ „Ich glaube, irgendwann werden wir das boykottieren“, hatte Sabalenka vor einigen Tagen gesagt. Und auch Italiens Tennisstar Jannik Sinner zählt zu den Wortführern in diesem Konflikt. „Es geht mehr um den Respekt“, erklärte der große Turnierfavorit für die French Open: „Ich denke, wir geben mehr als das, was wir zurückbekommen.“© dpa-infocom, dpa:260522-930-114096/4

Players at the French Open are planning a media protest over prize money. They claim their share of revenue has dropped to 14.3% compared to 22% at other events.

Players will walk out of Friday’s press conferences at the French Open after 15 minutes as the dispute over prize money with the four grand slams continues

Players at the French Open are planning to scale back their media duties due to a row over prize money

The players pushing for prize-money reform and other changes are yet to stage a formal protest.

The world's top tennis stars reportedly will voice their displeasure with the French Open prize pool by remaining silent.

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Many of the world's tennis stars will protest against perceived low prize money when they gather at Roland Garros for media duties ahead of the French Open which begins on Sunday.

De nombreux membres des Top 10 ATP et WTA protestent contre la redistribution des revenus des Grands Chelems.

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World number eight Taylor Fritz said Friday that tennis players' concerns about prize money have been "ignored" by Grand Slam tournament organisers, leading to their planned…

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Gestreikt wird beim Grand-Slam-Turnier in Paris zwar nicht. Die Spieler setzen dennoch Zeichen des Protests, was die Macher der French Open ärgert. Tennis-Idol Boris Becker…

Paris (dpa) - Im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Organisatoren haben die Tennisprofis um Alexander Zverev am Medientag der French Open ein Protestzeichen gesetzt. Die…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „French Open im Tennis“. Lesen Sie jetzt „Protestaktion im Prämienzoff: Zverev hofft auf «fairen Weg»“.

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Paris: Top tennis players walked the talk on Media Day at the French Open.

Schon vor dem Start der French Open protestieren die Tennisprofis in Paris. Mit einem teilweisen Medienboykott wollen die Stars auf die aus ihrer Sicht zu geringen Preisgelder…

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