Boris Becker hat im Prämienstreit der Tennisprofis mit den Organisatoren der Grand-Slam-Turniere klar Stellung bezogen. »Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein«, sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde: »Ja, verdammt noch mal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.«

Aus dem Spielerkreis hatte es deswegen zuletzt sogar Boykottdrohungen gegeben. Doch dazu kommt es bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris nicht. Die Profis wollen Medienberichten zufolge dennoch ein Zeichen des Protests setzen und die Pressekonferenzen vor Turnierstart nach 15 Minuten verlassen.Darum geht es in dem ZoffHintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen, der derzeit zwischen 12 und 16 Prozent liegt, als zu gering erachten. Sie verlangen 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten.