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Storia in 4 fonti

So will Club-Boss Zingler Union Berlins Zukunft sichern

Berlin (dpa) - Noch kein neuer Trainer und noch kein Top-Transfer, aber eine klare sportliche Zielsetzung, und zwar für die Bundesliga-Teams der Männer und der Frauen: Mit zwei Mannschaften in der obersten nationalen Liga will der 1. FC Union auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein. „Wir haben bis zu 50 Millionen Euro weniger als unsere unmittelbaren Mitbewerber“, sagte Präsident Dirk Zingler auf der Mitgliederversammlung der Berliner im Stadion An der Alten Försterei, „wir investieren deshalb in Bereiche, in die andere nicht investieren. Es ist ganz wichtig für den Club, eine Profiabteilung mit Frauen und Männer zu bestreiten.“Dank der drei Jahre auf internationalem Parkett des Männerteams konnten zuvor nicht eingeplante Einnahmen in den Bau des gemeinsamen Trainingszentrums gesteckt werden, das Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Sowohl Frauen als auch Männer haben dann einen gemeinsamen Arbeitsplatz, von dem sich Union Synergien verspricht. Dabei sind die Anforderungen an beide Teams sehr unterschiedlich.Nicht schlechter als Platz 13Bei den Männern plant der Verein pro Saison mit 14 Niederlagen sowie jeweils zehn Siege und Unentschieden, die dann 40 Punkte ergeben. „Wenn wir in die Saison reingehen, wissen wir, dass wir mehr Spiele verlieren als gewinnen, wir erwarten gar nichts anderes“, sagte Zingler. Angesichts der Teilnahmen an den drei europäischen Wettbewerben sei eine Erwartung entstanden, „die wir nicht teilen. Nicht schlechter als Platz 13 ist für uns ein Riesenerfolg. Wir betrachten uns immer noch als Überperformer.“Zingler verteidigt Demission BaumgartsDass angesichts der Mindereinnahmen gegenüber den Mitbewerbern – auch bei den Zuschauereinnahmen – keine Stars für die Eisernen auflaufen, senkt auch die Ambitionen von vorneherein. Ein ablösefreier Stürmer wird keine 15 Tore pro Spielzeit erzielen. Dass wir uns einen Knipser und einen Zehner wünschen, ist klar. Aber den suchen andere auch.Zingler verteidigte zugleich die Entlassung von Trainer Steffen Baumgart im März, obwohl im Januar eine Vertragsverlängerung für eine weitere Saison vorgenommen worden war. Unter dem ehemaligen Unioner Kapitän gelangen in der Rückrunde lediglich zwei Siege, die die Eisernen immer weiter in Abstiegssog zogen. „Wir haben das Risiko höher eingeschätzt als die Chance auf den Klassenerhalt“, sagte Zingler. Dennoch würdigte der Union-Boss Baumgart wie Eta. „Danke an Steffen Baumgart und Marie-Louise Eta, die die Punkte geholt haben“, sagte er. Mit den Frauen ins obere DrittelWährend sich die Männer mit dem Kampf gegen den Abstieg Saison für Saison abmühen, setzt der Vereinsobere die Ziele bei den Damen höher. „Wir wollen ins erste Drittel vorstoßen, weil wir glauben, dass sportlicher Erfolg bei den Frauen das Stadion vollmacht“, sagte Zingler. Während beim Männerteam keine Personalnews gab, wurde kurz vor der Mitgliederversammlung mit Lisanne Gräwe von Eintracht Frankfurt die erste deutsche A-Nationalspielerin für den Frauen-Kader verpflichtet, der künftig von Marie-Louise Eta angeleitet werden wird. Marie-Louise Eta soll die Unioner Fußballerinnen in höhere Tabellensphären bringen. (Archivbild) Soeren Stache/dpaDie 34-Jährige hatte in den fünf Spielen nach der Demission von Baumgart mit den Männern zwei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen eingefahren. Bereits im April hatte Union die belgische Nationalspielerin Jill Janssens von der TSG 1899 Hoffenheim an die Wuhle gelotst.„Wichtigste Zahl“: 106.627 Zuschauer in 13 HeimspielenNach dem neunten Platz in der Debütsaison der Bundesliga soll mit besseren Ergebnissen auch das Stadionerlebnis attraktiver gestaltet werden. „Es macht Spaß, den Rest in Deutschland vor sich herzutreiben. Wir wollen auch bessere Anstoßzeiten“, sagte Zingler. 106.627 Zuschauer passierten in den 13 Heimspielen die Stadiontore. Damit liegt Union europaweit auf dem zweiten Platz hinter dem FC Arsenal - allerdings mit weitem Abstand bei 31.529 Zuschauern. „Das ist für mich die wichtigste Zahl“, sagt Zingler, der daraufhin arbeiten möchte, dass eines Tages genauso viele Besucher zu den Frauenspielen kommen wie zu den Männern. Und das bezieht der Unternehmer nicht allein auf die derzeitige Kapazität im Stadion An der Alten Försterei von 22.012 Zuschauern, sondern die Zahl soll auch nach dem geplanten Ausbau des Stadions am Ende der Saison 2027/2028 weiter ansteigen.© dpa-infocom, dpa:260519-930-102705/2

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