Spritpreise in Höhe von drei Euro sind nach Ansicht des Tankstellenverbandes in Deutschland wahrscheinlich. »Wir werden uns damit auseinandersetzen müssen, dass wir ​Spritpreise um drei Euro bekommen«, sagte Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband (TIV) der »Rheinischen Post«. »Und wir haben sie an ‌den Autobahnen ja schon.« Der Experte kritisierte das Vorgehen der Mineralölkonzerne. »Es wird abkassiert. Und auch die Tankstellenbetreiber leiden unter den hohen Preisen.«

Zwar seien die Blockade der Straße von Hormus und der Konflikt mit den Huthis um die Meerenge Bab al-Mandab ein Problem. Der Anteil ​des Öls hierzulande aus der Golfregion sei jedoch vergleichsweise gering. »Da in den USA die Spritpreise gerade ⁠niedrig gehalten ⁠werden, müssen die Konzerne woanders das Geld verdienen«, erklärte Rabl. »Und das ist bei uns, das ist in Europa.«Zugleich betonte Rabl: »Etwa die Hälfte dessen, was wir bezahlen an ‌der Tankstelle, geht in den Steuersack.« Eine spürbare Reduzierung ​der Preise lasse ‌sich durch eine Mehrwertsteuerabsenkung erreichen. »In der Schweiz gibt es bereits ein Einsehen, dort ist nämlich die Besteuerung nur sieben Prozent – und damit werden Sprit und Mobilität wie Essen, Trinken, Brot, Butter besteuert.«