Schweden hat am Sonntag gewählt, doch noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt. Schon jetzt steht jedoch fest, dass die Regierungsbildung sehr schwierig werden wird.

Stockholm,l 13. September: die Parteichefin der schwedischen Sozialdemokrat:innen, Magdalena Andersson am Wahlabend

Caisa Rasmussen/Bildbyran/imago

Schweden erlebt einen monumentalen Wahlkrimi: Am Morgen nach der Parlamentswahl am Sonntag liegen die links-grünen Oppositionsparteien nach Auszählung fast aller Stimmen zwar leicht vorn. Aber der Vorsprung auf das liberal-konservativ-rechte Lager um Ministerpräsident Ulf Kristersson ist so knapp, dass buchstäblich jede Stimme zählt. Auch die, die erst am Mittwoch ausgewertet werden, etwa die von schwedischen Botschaften im Ausland.

Rund 93 Prozent der Stimmen sind bisher ausgezählt. Aus der Parlamentswahl gehen die Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson jetzt wohl als stärkste Kraft hervor. Die knappe Mehrheit bedeutet derzeit 176 der 349 Sitze im Parlament. Kristerssons Konservative, seine beiden bisherigen Koalitionspartner und die Rechtspopulisten kommen gemeinsam auf 173 Mandate.