Befürchtungen rund um künstliche Intelligenz (KI) belasten weltweit die Aktien mit Fantasie bei diesem Trendthema. Aufkommende Forderungen nach einer verlangsamten Entwicklung der Technologie wirkten sich bereits in Asien aus, wo vor allem die Börse in Seoul mit den Aktien von SK Hynix und Samsung darunter litt. Die Bewegung schwappt aber auch nach Europa und in die USA über.Aus dem Dax wurden am Montagmorgen die Titel der KI-Profiteure Siemens Energy, Infineon und Hochtief bis zu 5 Prozent tiefer gehandelt. Am breiteren Markt erwischte es die Aktien von Chip-Branchenausrüstern wie Aixtron, Suss Microtec und Jenoptik mit Abgaben von bis zu 6 Prozent ebenfalls deutlich. Die Papiere des US-Halbleiterkonzerns Micron fielen vorbörslich um 4 Prozent. Die Aktien der SoftBank Group mit einem Minus von rund 11 Prozent gehörten ebenfalls zu den größten Verlierern.Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla-Chef Elon Musk und dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman.Eine warnende Stimme kam zudem aus China, wo sich der oberste Geheimdienstchef des Landes zu dem Thema äußerte. In einer der bislang ausführlichsten Warnungen Pekings erklärte Chen Yixin, Minister für Staatssicherheit, nach Angaben der Agentur Bloomberg, die rasanten Fortschritte der K-Technologie könnten die politische Stabilität und kritische Infrastruktur gefährden. Chen verwies zudem auf die zunehmende Fähigkeit der KI, Schwachstellen in Systemen aufzudecken und Malware oder Software zu entwickeln, um diese Schwachstellen auszunutzen.„Es stellt sich nun die Frage, ob ein vorsichtigeres Entwicklungstempo bei KI die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bremsen und damit die hohen Gewinnerwartungen der Branche gefährden könnte“, kommentierten am Morgen die Experten der LBBW. Die Nachfrage nach Rechenleistung und Infrastruktur bleibe hoch, doch gerade wegen ihrer Bewertung seien Technologiewerte anfällig für Zweifel an den gewaltigen Investitionssummen.
Künstliche Intelligenz: Warnungen schicken KI-Aktien auf Talfahrt
Von US-Techbossen bis zum chinesischen Geheimdienst häufen sich die Warnungen vor den Gefahren einer zügellosen Entwicklung von KI-Systemen. Rund um den Globus rutschen daher zu Wochenbeginn Aktien ab, in deren Kursen KI-Fantasie steckt.
AI-Aktien sinken 4-11% nach Warnung von Anthropic-Chef Amodei vor AI-Schwärmen, die in 6-12 Monaten das Internet übernehmen könnten. Tech-Manager sehen Regulierungsrisiko: Sicherheitsmaßnahmen könnten AI-Investitionen bremsen und Governance/Compliance-Anforderungen verstärken.






