PfadnavigationHomePolitikDeutschland„Bericht aus Berlin“„Mit diesem Kanzler sind keine Wahlen mehr zu gewinnen“ – JU-Politikerin attackiert Merz scharfStand: 07:56 UhrLesedauer: 2 MinutenClara von Nathusius im „Bericht aus Berlin“Quelle: ARD MediathekNach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt stellt JU-Schatzmeisterin Clara von Nathusius die Brandmauer infrage. Die CDU-Politikerin fordert Gespräche und kritisiert Kanzler Friedrich Merz scharf.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDie Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, Clara von Nathusius (CDU), hat sich nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt offen für Gespräche mit der Rechtsaußenpartei gezeigt. „Ich finde, wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen“, sagte von Nathusius am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Dann müsse geschaut werden, was bei solchen Gesprächen „tatsächlich rauskommt“, fügte sie hinzu. „Ich glaube, wir haben klare Maßstäbe, wofür die CDU steht. Und die sind in Bund und in Ländern aber auch nochmal anders.“Alles zu den Wahlen in Deutschland lesen Sie in unserem LivetickerDie JU-Politikerin bezeichnete die Brandmauer zur AfD als „ein gescheitertes Projekt“. Die CDU habe die vergangenen Jahre nur damit verbracht, zu definieren, „gegen wen oder was wir sind, und nicht zu definieren, wofür wir stehen“, sagte von Nathusius, die dem Bundesvorstand der CDU-Nachwuchsorganisation angehört. Dahin müsse die Union „jetzt dringend kommen“.Von Nathusius übte scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). „Ich hätte mir vor allem einfach Ehrlichkeit gewünscht“, sagte von Nathusius. Sie hätte sich gewünscht, dass Merz in seiner Regierungserklärung sage, wofür „wir als Union“ stehen. Als Punkte nannte die JU-Schatzmeisterin soziale Marktwirtschaft, „die Migration angehen“ und „endlich wieder Politik für Familien“.Lesen Sie auchDie Union habe ein Glaubwürdigkeitsproblem und das liege auch an Merz. „Und deswegen glaube ich leider, sind mit diesem Bundeskanzler keine Wahlen mehr zu gewinnen.“ Auf Nachfrage präzisierte von Nathusius , dies bedeute: „Nicht noch mal antreten.“Merz steht seit dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt in den eigenen Reihen massiv unter Druck. Die in Sachsen-Anhalt bisher regierende CDU hatte bei der Wahl in dem Bundesland vor einer Woche mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verloren. Die AfD siegte mit einem Rekordergebnis von 43,8 Prozent. Damit könnte erstmals in der bundesdeutschen Geschichte eine als in Teilen rechtsextremistisch eingestufte Partei eine Landesregierung bilden.AFP/dpa/doli
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Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt stellt JU-Schatzmeisterin Clara von Nathusius die Brandmauer infrage. Die CDU-Politikerin fordert Gespräche und kritisiert Kanzler Friedrich Merz scharf.










