Abgeordnete beschäftigen mehr als 500 Mitarbeitende – oft ohne Tarifvertrag oder Betriebsrat. Was das bedeuten kann, zeigt ein Fall aus Charlottenburg.
Den ersten Arbeitstag als Büroleiterin einer Berliner Abgeordneten hatte sich Andrea Fahmel anders vorgestellt. Denn ihre neue Chefin, die CDU-Politikerin Aldona Niemczyk, habe sie zunächst weder in politische Inhalte eingearbeitet noch parlamentarische Abläufe und Zuständigkeiten erläutert. Stattdessen habe die Abgeordnete Fahmel an jenem Morgen im Sommer 2024 erst einmal erklärt, wie sie die Räume zu putzen habe. So berichtet es Fahmel der taz: „Ich sollte die Küche, die Außenflächen und das Klo sauber machen.“
Es ist der Anfang eines Arbeitsverhältnisses, an dessen Ende – rund eineinhalb Jahre später – Fahmel frustriert hinschmeißen wird. Später zieht Fahmel sogar noch gegen die Abgeordnete vors Arbeitsgericht, weil die ihr monatelang kein Arbeitszeugnis ausstellt.
taz Talk zur Abgeordnetenhauswahl
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