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Eine ältere, besser aufgelöste Satellitenaufnahme zeigt die Pumpstation Nummer 11 der Ost-West-Pipeline, die jetzt beschädigt wurde. Foto: LiveEO/Google Earth/Airbus Wirtschaft von oben #390 – Ölmangel: So schwerwiegend ist der Ausfall der saudischen Ost-West-Pipeline Die Ost-West-Pipeline zum Roten Meer ist seit Ausbruch des Iran-Krieges eine wichtige Entlastung für die Weltwirtschaft. Am Freitag wurde sie nach einem Treffer abgeschaltet. Wirtschaft von oben ist eine Kooperation mit LiveEO.
Mit dem Iran verbündete Milizen haben schon am Donnerstag die wichtige Pumpstation Nummer 11 der saudischen Ost-West-Pipeline bei einem Angriff beschädigt. Darauf lassen Aufnahmen eines europäischen Wettersatelliten und Recherchen der WirtschaftsWoche schließen. Das saudische Energieministerium teilte am Freitag mit, die Pipeline sei „vorsorglich“ abgeschaltet worden.Pumpstation 11 sorgt dafür, dass das vom Persischen Golf kommende Öl über das Hedschas-Gebirge transportiert wird. Ein kompletter Ausfall der Station bringt Experten zufolge den Ölfluss ziemlich sicher zum Erliegen.Doch wie dramatisch ist ein Treffer in die so wichtigen Röhren? Wie lange kann es dauern, bis der Schaden behoben ist?Warum die Ost-West-Pipeline für den Ölmarkt systemrelevant bleibtTatsächlich ist die Pipeline nach wie vor ein extrem wichtiges Ventil, das Öl aus der Golfregion in die Welt abfließen lässt, da die Straße von Hormus immer noch weitgehend geschlossen ist. Wurden am Zielhafen der Röhre, in Yanbu am Roten Meer, Ende Februar lediglich rund 0,8 Millionen Barrel Rohöl am Tag auf Tankschiffe verladen, waren es Ende März nach Angaben des Schiffsdatendienstes Vortexa gut 4,6 Millionen Barrel.PUMPSTATION 11, PROVINZ MEDINA, SAUDI-ARABIEN11.09.2026: Ein dunkler Fleck umgibt die Pumpstation. Dabei handelt es sich wohl vor allem um Löschwasser. Foto: Planet LabsEin etwas höher aufgelöstes US-Satellitenbild vom Freitag zeigt einen riesigen dunklen Fleck um die Pumpstation 11. Dabei handelt es sich vermutlich um noch nicht verdunstetes Löschwasser auf hellem Sandboden. Der Schaden lässt sich daran allerdings nur schwer abschätzen, weil kaum Details zu erkennen sind.Auch niedrig aufgelöste Bilder des europäischen Wettersatelliten, der die Rauchwolke gezeigt hat, geben da keinen Aufschluss. Insgesamt besitzt die Station offenbar fünf größere Pumpen, das zeigen frühere Aufnahmen.












