Die australische Regierung geht schon länger mit entschlossenen Schritten voran, wenn es um die Beschränkung sozialer Medien geht. Nachdem das Land Ende letzten Jahres als erstes weltweit ein Verbot von Apps wie Tiktok, Facebook und Snapchat für Nutzer:innen unter 16 Jahren beschlossen hat, diskutiert es jetzt die Möglichkeit, sich aktiv gegen Algorithmen entscheiden zu können. Aber nicht alle sind überzeugt. So sagt Instagram-Chef Adam Mosseri, Nutzer:innen hätten in einer algorithmusfreien Welt eine schlechtere Nutzungserfahrung und würden mehr markenbezogene Inhalte sehen.Anzeige

Kritik an suchterzeugenden Designs wird lauter

Ursprünglich zeigten soziale Medien Posts in chronologischer Reihenfolge an. Das änderte sich mit der Zeit: Heute arbeiten die Plattformen mit Algorithmen, um Inhalte individuell zu sortieren. Für die Betreiber hat das den Vorteil, dass Nutzer:innen länger auf den Plattformen bleiben. Kritiker:innen bemängeln allerdings, dass die Feeds nicht neutral sind, sondern nach wirtschaftlichen Zielen optimiert werden. Weil Algorithmen das Engagement maximieren sollen, würden sie Inhalte bevorzugen, die starke Emotionen auslösen und so auch Hassrede und Desinformationen befeuern.