PfadnavigationHomeSportFußballDFB-GerichtSchiedsrichter lag falsch – Doch keine Sperre für Elversbergs Trainer gegen BayernStand: 14:49 UhrLesedauer: 2 MinutenVincent Wagner von der SV 07 Elversberg darf gegen den FC Bayern coachenQuelle: David Inderlied/dpaTrainer Vincent Wagner von der SV Elversberg wurde für das Topspiel gegen den FC Bayern gesperrt. Jetzt entscheidet das Sportgericht des DFB doch anders. Grund ist die Aussage eines Schiedsrichters.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDank eines Fehlereingeständnisses von Schiedsrichter Martin Petersen hat Vincent Wagner, Trainer des Aufsteigers SV 07 Elversberg, den Kampf gegen seine Sperre für das Bundesligaspiel mit dem FC Bayern überraschend gewonnen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter dem Vorsitz von Stephan Oberholz hob in einer mündlichen Verhandlung das vorangegangene Urteil auf. Damit darf der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/Liveticker bei WELT und DAZN) wie gewohnt auf der Trainerbank verfolgen.„Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben. Eine automatische Sperre entfällt“, sagte Oberholz. Dieses Urteil sei „die absolute Ausnahme“ und nur deshalb möglich, weil der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt habe. Wagner dankte dem Referee für dessen Ehrlichkeit. „Ich bin froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde“, sagte er.Petersen bezeichnet Gelb-Rot als FehlerDer zuvor bereits verwarnte Wagner hatte beim 4:3 der Saarländer im Spiel bei Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag von Schiedsrichter Martin Petersen nach dem Betreten des Spielfeldes in der Halbzeitpause wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte gesehen. Ein erster Einspruch des Aufsteigers gegen die daraus resultierende automatische Sperre war vom DFB abgewiesen worden.In der mündlichen Verhandlung bezeichnete der per Video zugeschaltete Petersen den Platzverweis als Fehler. „Im Nachgang empfand ich meine Reaktion als unangemessen. Ich würde die Entscheidung nicht noch einmal so treffen. Ich war vielleicht zu sensibel und habe die Situation falsch interpretiert“, sagte der Unparteiische.Auch der ehemalige Schiedsrichter Marco Fritz, der in der DFB-Schiri GmbH für Regelfragen zuständig ist, sprach von einer Fehlentscheidung. „Ich kann nichts feststellen, was eine Gelb-Rote Karte rechtfertigt. Es ist offensichtlich, dass das Betreten des Feldes nicht respektlos erfolgte. Es ist nicht erkennbar, dass er die Stimmung aufheizen wollte. Mehr als eine Ermahnung sehe ich da nicht“, sagte Fritz.Lesen Sie auchDer Platzverweis für Wagner hatte vielerorts für Unverständnis gesorgt. Sogar Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Trainer Vincent Kompany hatten sich für eine Aufhebung der Sperre ausgesprochen.jwo mit dpa