»Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben. Eine automatische Sperre entfällt«, sagte Oberholz. Dieses Urteil sei »die absolute Ausnahme« und nur deshalb möglich, weil der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt habe. Wagner dankte dem Referee für dessen Ehrlichkeit. »Ich bin froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde«, sagte er.
Der zuvor bereits verwarnte Wagner hatte beim 4:3-Sieg der Saarländer in Mönchengladbach am vergangenen Samstag von Schiedsrichter Martin Petersen nach dem Betreten des Spielfeldes in der Halbzeitpause wegen unsportlichen Verhaltens Gelb-Rot gesehen. Ein erster Einspruch des Aufsteigers gegen die daraus resultierende automatische Sperre war vom DFB abgewiesen worden.
In der mündlichen Verhandlung bezeichnete der per Video zugeschaltete Petersen den Platzverweis als Fehler. »Im Nachgang empfand ich meine Reaktion als unangemessen. Ich würde die Entscheidung nicht noch einmal so treffen. Ich war vielleicht zu sensibel und habe die Situation falsch interpretiert«, sagte der Unparteiische.Auch der ehemalige Referee Marco Fritz, der in der DFB-Schiri GmbH für Regelfragen zuständig ist, sprach von einer Fehlentscheidung. »Ich kann nichts feststellen, was eine Gelb-Rote Karte rechtfertigt. Es ist offensichtlich, dass das Betreten des Feldes nicht respektlos erfolgte. Es ist nicht erkennbar, dass er die Stimmung aufheizen wollte. Mehr als eine Ermahnung sehe ich da nicht«, sagte Fritz.












