Solch eine frohe Botschaft passte zur Mitgliederversammlung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF): In den vergangenen Wochen sind nach Angaben der ZGF im Wiederansiedlungszentrum Alibi in der Altyn-Dala-Steppe erstmals seit rund 200 Jahren wieder Przewalski-Pferde auf zentralkasachischem Boden geboren worden. Das Przewalski-Pferd (Equus przewalskii) gilt als das letzte noch lebende echte Wildpferd. Nachdem die Art in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Wildnis ausgestorben war, überlebte sie nur dank internationaler Zuchtprogramme in Zoos.Möglich war dieser Erfolg durch die langjährige Zusammenarbeit von zoologischen Einrichtungen, Forschungsinstituten, politischen Institutionen aus Europa und Asien und eben einer Naturschutzorganisation wie der ZGF. „Die Rückkehr der Przewalski-Pferde ist weit mehr als die Wiederansiedlung einer einzelnen Art“, sagt Michael Brombacher, Leiter des Europareferats der ZGF, die das Wiederansiedlungsprojekt im Rahmen der „Altyn Dala Conservation Initiative“ begleitet. „Große Wildtiere, die Pflanzen fressen, sind ein wichtiger Bestandteil natürlicher Steppenökosysteme und prägen diese Landschaften durch ihre Beweidung. Wir sind auf einem guten Weg.“Das gelte zugleich für die ZGF insgesamt, ließ Geschäftsführer Christof Schenck die Mitglieder der internationalen Naturschutzorganisation wissen. „Wie unsere Geschäftszahlen zeigen, konnten wir 2025 trotz herausfordernder finanzieller und politischer Rahmenbedingungen unser Engagement im Naturschutz steigern und so einen Beitrag zum globalen Biodiversitätsschutz leisten – ganz im Sinne des 30-mal-30-Ziels.“ Die Länder hätten sich darauf geeinigt, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der weltweiten Landes- und Meeresfläche wirksam zu schützen. „Doch bereits heute zeichnet sich ab, dass das 30-mal-30-Ziel in den verbleibenden vier Jahren nicht erreicht wird. Umso dringlicher ist es, die Anstrengungen jetzt deutlich zu verstärken.“Zoologische Gesellschaft in 18 Ländern aktivAbgesehen vom neuen Länderprogramm in Äquatorialguinea und den Vorbereitungen für ein langfristiges Engagement in Angola verzeichnete die ZGF nach eigener Darstellung 2025 auch in anderen Projektgebieten Erfolge. Im Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe zum Beispiel habe sie gemeinsam mit ihren Partnern 30 Breitmaulnashörner wieder angesiedelt, um dort nach fast 100 Jahren wieder eine stabile Population aufzubauen. Die ZGF habe zudem ihre Arbeit im Amazonasgebiet intensiviert: Mit einem verstärkten Team in Brasilien unterstütze sie dort nun auch das Management der großen Nationalparks Pico da Neblina und Serra do Divisor.Mit 28 Projekten und Programmen war die ZGF nach eigenen Angaben 2025 in 18 Ländern aktiv und beschäftigte insgesamt rund 1000 Mitarbeiter. Die ZGF ist in vielen Projektländern mit Regionalbüros oder als gemeinnützige nationale Organisation vertreten. Zum Jahresende zählte der Verein 3430 Mitglieder.