Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt ist im Münchner Tierpark Hellabrunn wieder ein Fohlen der letzten Wildpferde geboren worden: Przewalskistute Belle und ihr kleiner Hengst seien „wohlauf“ und entwickelten sich „prächtig“, teilte der Zoo mit. Die Geburt sei der erste Zuchterfolg eines im Sommer 2025 aus Schottland nach München gekommenen Hengstes und somit „ein wichtiger Meilenstein“.„Jedes Fohlen ist wertvoll und wichtig für ein Artenschutzprojekt“, sagt die leitende Tierärztin des Münchner Zoos Christine Gohl. Der Nachwuchs stärke „den Bestand der Art insgesamt“. Denn das Przewalskipferd ist laut dem Tierpark die einzige noch lebende echte Wildpferdart.Ob sie allerdings tatsächlich nie domestiziert war, ist wissenschaftlich umstritten: Manche Forscher halten Przewalskipferde nach einer Genom-Studie für Nachfahren der Botai-Pferde, die einst verwilderten.In den 1960er-Jahren galten Przewalskipferde als in freier Wildbahn ausgestorben. Dass es die Tiere überhaupt noch gebe, liege ausschließlich an Zuchtprogrammen in Zoos, heißt es aus Hellabrunn. Heute lebten wieder einige Przewalskipferde in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet – zum Beispiel in der zentralasiatischen Steppe in China, in der Mongolei und zuletzt in Kasachstan. Sie gelten aber weiter als stark gefährdet.Laut Tierpark soll es in München nicht bei einem Przewalskifohlen bleiben: Schon in den kommenden Tagen werde eine weitere Geburt erwartet. Mit etwas Glück könnten Besucherinnen und Besucher diese miterleben.
München Zoo: Nachwuchs bei letzten Wildpferden, Zuchterfolg in Hellabrunn
Im Münchner Tierpark Hellabrunn wurde erstmals seit zehn Jahren ein Przewalski-Fohlen geboren. Die Tiere gelten als letzte Wildpferde und sind stark gefährdet. Weitere Geburten werden erwartet.







