Die schlimmste Befürchtung tritt ein. Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover wird nicht nur etwas mehr als vier, sondern 14 Monate unterbrochen. Vom 2. Oktober 2026 bis 11. Dezember 2027 brauchen Fernzüge rund 80 Minuten länger. Noch viel mehr wird die Sperrung die Fahrgäste des Regionalverkehrs betreffen. Jetzt gibt es erste Details.Bus statt Bahn: Das kommt auf viele tausend Pendler in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu. Stendal und Rathenow, Nennhausen und Wustermark, Elstal und Dallgow: Diese und andere Orte verlieren in rund drei Wochen ihre Bahnverbindungen nach Berlin.Die Folgen sind gravierend. Braucht man heute im ICE 41 Minuten von Berlin nach Stendal, dauert die Reise bald bis zu dreieinhalb Mal so lange. Die Fahrzeit Berlin – Rathenow wird fast verdoppelt. Anderswo müssen Reisende 100 Prozent mehr Fahrzeit einplanen. Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) äußert heftige Kritik.
14 Monate: Berlin - Hamburg war nicht so lange gesperrt
„Nach den jüngsten Informationen der DB ist für Oebisfelde–Wustermark derzeit eine durchgehende Sperrung von Oktober 2026 bis Ende 2027 vorgesehen“, bestätigte Aud Krubert, Sprecherin des Brandenburger Infrastrukturministers Robert Crumbach (SPD), der Berliner Zeitung am Donnerstag auf Anfrage. „Damit verändert sich die bislang kommunizierte Bau- und Verkehrslage erheblich.“„Das wird hart für die Fahrgäste“, fasste ein Beobachter zusammen. Bislang hieß es, dass die Lehrter Bahn vom 2. Oktober bis 12. Dezember 2026 und dann noch einmal zwischen dem 15. Oktober und dem 11. Dezember 2027 für den gesamten Zugverkehr gesperrt wird.Dazwischen sollten auf der Lehrter Stammbahn, die parallel zur Schnellfahrstrecke verläuft, wieder Züge fahren. Doch deren Elektrifizierung dauert länger – bis Ende 2027. Darum wird neu geplant.












