Wenige Themen sind im Berliner Wahlkampf so präsent wie die Mietpreise. Ob Enteignungen, Neubau oder Quoten für bezahlbare Wohnungen – etliche Parteien fahren Kampagnen gegen das Reizthema. Jetzt liefert eine neue Auswertung des Verbraucherrechtsportals Allright neue Zahlen zu dem alten Gefühl, dass die Berliner Mieten zu teuer sind.
Allright hat dazu 821 konkrete Mieten von Berliner Einwohnern analysiert. Heraus kam: „In den ausgewerteten Fällen liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 925,59 Euro, zulässig wären im Mittel 581,28 Euro“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das sind 344 Euro zu viel – jeden Monat. Im Jahr sind das rund 4100 Euro.
Am weitesten überzogen sind die Mieten laut der Auswertung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Dort liegt die tatsächliche Miete bei 16,08 Euro pro Quadratmeter, zulässig wären 8,51 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um fast 89 Prozent.
Alle Bezirke mehr als 40 Prozent über der zulässigen Miete
Neben Friedrichshain-Kreuzberg fallen besonders die innenstadtnahen Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln in der Statistik auf. In all diesen Gegenden liegen die Mietpreise laut der Auswertung rund 70 Prozent oder mehr über der zulässigen Miete. Doch auch in den nach dieser Aufstellung günstigsten Bezirken Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf beträgt der Zuschlag noch 45 beziehungsweise 42 Prozent.







