Mehr als zwei Millionen Wohnungen stehen in Berlin, und trotzdem fehlen Zehntausende. Es sind zu wenige, und die, die frei werden, kann sich kaum noch jemand leisten.2025 wurden in der ganzen Stadt nur 11.027 Wohnungen fertig – so wenige wie zuletzt 2015. Das selbstgesteckte Ziel des Senats von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt damit weiter weg, egal, wer gerade im Roten Rathaus regiert.Und dann gibt es einen Bezirk, in dem überall Kräne stehen: Marzahn-Hellersdorf. Hier laufen vier größere Bauprojekte mit zusammen weit über tausend Wohnungen, ein großer Teil davon gefördert und mit Wohnberechtigungsschein. Die günstigste startet bei 288 Euro kalt.
Der Senat verfehlt seine Ziele – die Landeseigenen bauen trotzdem
Den bezahlbaren Neubau stemmen in Berlin längst vor allem die landeseigenen Gesellschaften. 2025 kamen rund 5000 ihrer Wohnungen dazu, fast die Hälfte des gesamten Neubaus in der Stadt.Für 2026 hatte Bausenator Christian Gaebler (SPD) erst 7000 in Aussicht gestellt, inzwischen rechnet er nur noch mit 6000 bis 6500. Anfang Juni unterzeichneten Senat und die sieben Gesellschaften die „Roadmap 2.0“: Bis 2035 sollen 56.000 zusätzliche landeseigene Wohnungen entstehen, der Bestand soll auf 500.000 wachsen.Dass die jährliche Neubautour des Senats in diesem Jahr ausgerechnet in Hellersdorf endete, war kein Zufall.






