Ein allerletztes Mal werfen sich Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und Gereon Rath (Volker Bruch) in ihre Abendgarderobe und gehen tanzen. Doch die frühere Unbeschwertheit ist längst verflogen. Auch beim Berliner Presseball wird ihr Walzer jäh unterbrochen: Charlotte entdeckt auf der Empore einen gesuchten Arzt (Ulrich Noethen). Gereon eilt hinauf und kann ihn vor der anrückenden SA retten. Draußen vor der Halle marschiert die SA mit Fackeln: Adolf Hitler ist gerade zum Reichskanzler ernannt worden.

Die finale Staffel verdichtet das dramatische Geschehen

Tatsächlich hatte der Presseball, der heute als letzter Tanz der Weimarer Republik gilt, schon zwei Tage zuvor, am 28. Januar 1933, in den Zoo-Hallen stattgefunden. Die fünfte und finale Staffel der ARD-Serie „Babylon Berlin“ verdichtet das ohnehin dramatische Geschehen von Ende Januar bis Ende Februar 1933, also von der Machtübergabe bis zum Reichstagsbrand. „Danach ist es vorbei mit ‚Babylon Berlin‘“, erklärt Henk Handloegten, einer der drei Autoren und Regisseure der Serie. „Es beginnt ein komplett neues Zeitalter.“ Das Berlin der Nazis wollten Henk Handloegten, Tom Tykwer und Achim von Borries nicht mehr zeigen – das sei schon oft und gut getan worden.