Es war das erste TV-Duell von SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und AfD-Ministerpräsidenten-Anwärter Leif-Erik Holm vor der Landtagswahl. Ausgestrahlt vom Nachrichtensender ntv im Zusammenspiel mit der Ostseewelle am Mittwochabend direkt aus dem Schweriner Schloss. Und schnell verfestigte sich der Eindruck, dass die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern auf Schwesig gegen Holm hinausläuft - Amtsmacht gegen Fundamentalopposition. Oder, ganz nach SPD-Lesart: Stabilität gegen Blau.
Schwesig und Holm bekamen mit Fernsehen, Radio und landesweiter Aufmerksamkeit eine Bühne, die größer kaum sein konnte. Linke und CDU als dritt- und viertstärkste Kraft laut Umfragen durften dagegen nur zuschauen. Übrig blieb, was Wahlkampfstrategen derzeit nahelegen. Es ist ein Zweikampf zwischen der Ministerpräsidentin, die es wieder werden will, und dem AfD-Herausforderer, der sie nach dem 20. September beerben möchte. Wer allein mit der Amtsinhaberin debattiert, ist nicht mehr bloß Oppositionspolitiker. Er wird automatisch zur Alternative zur Regierung.
Schwesigs stärkste Karte: die Erfahrung
Die SPD-Spitzenkandidatin versuchte deshalb von Beginn an, die Rollen festzulegen. Sie sprach über Wirtschaft, Arbeitsplätze, Kita-Beitragsfreiheit, Investitionen, Werften und Rechenzentren. Ihre Botschaft war unmissverständlich: „Ich regiere, liefere, kenne dieses Land. Und ich weiß, was zu tun ist, wenn es schwierig wird.“












