Angesichts des Wahlsieges der AfD in Sachsen-Anhalt erinnert sich die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz – und warnt vor den Folgen von Rechtsextremismus.
Henriette Kretz, Überlebende des Holocaust und Zeitzeugin, am 21. März 2026 im jüdischen Viertel von Antwerpen, Belgien
Nicola Trenz/kna
Henriette Kretz überlebte als jüdisches Mädchen in Polen die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Heute ist sie 92 Jahre alt, lebt in Belgien und spricht immer wieder vor Jugendlichen über das Dritte Reich und die Schoah. Nun wird seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der AfD in Sachsen-Anhalt erstmals wieder eine rechtsextreme Partei stärkste Kraft bei den Landtagwahlen. Mit der taz hat Henriette Kretz im Roncalli-Haus des Bistums Magdeburg über die Wahl gesprochen.
taz: Frau Kretz, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD fast 44 Prozent der Stimmen aller Wähler:innen bekommen. Was macht das Ergebnis mit Ihnen?












