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Andreas Schleicher koordiniert als Bildungsdirektor der OECD die Pisa-Studien.

DIE ZEIT: Herr Schleicher, vor 25 Jahren haben Sie den Pisa-Test entwickelt. Nun präsentieren Sie zum neunten Mal Ergebnisse. Und die zeigen: Die Leistungen deutscher 15-Jähriger in Lesen, Mathematik und den Naturwissenschaften liegen auf dem niedrigsten jemals gemessenen Niveau. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie diese Zahlen gesehen haben?

Andreas Schleicher: Es sieht so aus, als habe Deutschland resigniert. Die Probleme des Bildungssystems scheinen wohl zu groß und zu komplex, man schaut dem Niedergang nur noch zu. Dabei hat Deutschland nach dem Pisa-Schock des Jahres 2001 einiges angepackt, mutige Reformen auf den Weg gebracht: In den Kitas findet mehr Bildung statt, Bildungsstandards haben mehr Vergleichbarkeit gebracht. Diese Reformen haben sich ausgezahlt und wurden in besseren Ergebnissen sichtbar. Leider ging dann der Schwung verloren, und seit 2010 fällt die Leistungskurve beständig ab.

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