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Telefonieren war einmal eine Selbstverständlichkeit. Heute fühlen sich vor allem junge Menschen unwohl dabei, insbesondere wenn es um unangenehme Gespräche geht. Manche bezahlen inzwischen sogar andere dafür.
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Danny Thiel stammt aus Trier und arbeitet als Fitnesstrainer. Eines Tages kam ein Kollege zu ihm und klagte, er müsse einen potenziellen neuen Arbeitgeber anrufen, traue sich aber nicht. Beim bloßen Gedanken daran wurde dem Kollegen mulmig. Thiel erledigte den Anruf für ihn. Und schon hatte er die Idee für ein kleines Business. „Erledigbar“ nennt er es. Die Mission des 26-Jährigen: unangenehme Telefonate für andere Leute führen. Zahnarzttermine absagen. Handwerker anrufen. Irgendetwas reklamieren, organisieren, koordinieren. „Alles, was nicht online geht, wo man anrufen muss, da komme ich ins Spiel“, sagt er in einem Interview. Pro Anruf nimmt er 22 Euro.
Eine Angst geht um in Deutschland: Telefonangst. Vor allem jüngere Menschen sollen betroffen sein. Sie sind mit dem Smartphone aufgewachsen und daran gewöhnt, schriftlich zu kommunizieren. Über Messengerdienste. In Chats. Hauptsache online. Hauptsache nicht von jetzt auf gleich reden müssen. Die Stimme könnte schließlich zittern. Oder es fällt einem das richtige Wort nicht ein und man stammelt herum.







