Nur noch ein Reel. Nur noch einmal scrollen. Nur noch ein letztes Mal schauen, was auf Instagram oder TikTok in den letzten 30 Minuten so passiert ist. Für viele junge Menschen ist der Griff zum Smartphone längst selbstverständlich und gehört zum Alltag wie Zähneputzen oder Frühstücken.Doch aus einer zunächst scheinbar harmlosen Gewohnheit kann schnell mehr werden: Wer ständig online ist, verliert leicht die Kontrolle über die eigene Social-Media-Nutzung.
Social-Media-Sucht: Junge Männer besonders betroffen
Dass diese Schwelle besonders bei jungen Menschen immer niedriger und die Entwicklung immer dramatischer zu werden scheint, zeigt nun eine neue Analyse des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences. Demnach zeigt über die Hälfte der Generation Z (51 Prozent), also aller 18- bis 28-Jährigen, im laufenden Jahr problematische oder pathologische Social-Media-Nutzungsmuster. Im Jahr zuvor waren es noch 25 Prozent – eine Verdopplung innerhalb eines einzigen Jahres also.Besonders deutlich fällt diese Entwicklung bei jungen Männern aus, deren Anteil 2026 bei 58 Prozent liegt. Zum Vergleich: Bei Frauen im selben Alter sind es „nur“ 40 Prozent. In der Gesamtbevölkerung ist der Geschlechterunterschied deutlich kleiner. Dort liegen die Anteile bei 19 Prozent bei Männern und zwölf Prozent bei Frauen.







