675 Studienplätze baut die Uni Hamburg ab, weil das Budget nicht reicht. Dabei steigt die Abiturientenzahl. Im Herbst sind Proteste geplant.
Studierende protestierten schon im Sommer gegen Kürzungen, nun gehen der Proteste weiter – und auch die Kürzungen
Markus Scholz/dpa
Hamburgs Grüne Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal hatte es im Frühjahr schon mal angeregt: Wenn die Universität Hamburg mit ihrem Geld nicht hinkomme, möge sie doch Studienplätze abbauen. Danach sprach keiner mehr über diese unpopuläre Idee. Der taz liegt nun aber die neuste Ziel- und Leistungsvereinbarung (ZLV) zwischen Stadt und Uni vor. Der zufolge sinkt die Zahl der Studienanfängerplätze tatsächlich deutlich, von derzeit 9.485 auf 8.810 im Jahr 2028.
Stellt man diese Zahl den 2025 zuletzt real vorhandenen 9.823 Studienanfängern gegenüber, sinkt die Zahl der Plätze, die die kürzlich erst wieder als „Exzellenzuniversität“ ausgezeichnete Einrichtung zur Verfügung stellt, gar um über 1.000. Das 14-seitige Dokument mit den brisanten „Kennzahlen“ wurde am 11. August von Maryam Blumenthal und Uni-Präsident Hauke Heekeren unterzeichnet und ist noch nicht veröffentlicht.






