PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHochschulprotest„Wissen Schafft Zukunft“ – Warum 7000 Menschen gegen Kürzungen demonstrierenStand: 17:06 UhrLesedauer: 2 MinutenStudenten nehmen an einer Kundgebung unter dem Motto „Wissen Schafft Zukunft“ an der Universität Hamburg teil.Quelle: Markus Scholz/dpaTausende Studierende und Beschäftigte ziehen in Hamburg zum Rathaus und warnen vor Stellenabbau und weniger Studienplätzen. Die Universität spricht von einem strukturellen Defizit – und fordert deutlich mehr Geld vom Senat. Es geht um Millionen-Summen.Aus Protest gegen Kürzungen an den Hamburger Hochschulen sind Tausende Studierende, Universitätsbeschäftigte und Personalvertretungen auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Wissen Schafft Zukunft“ zogen am Donnerstagnachmittag nach Angaben der Polizei rund 7000 Menschen vom Uni-Hauptgebäude zum Rathaus. Sie fürchten massive Einschränkungen beim Studienbetrieb, einen Rückgang bei den Studienplätzen und den Verlust von bis zu 370 Vollzeitstellen.Die Beschäftigten und Studierenden forderten deshalb die sofortige Erhöhung des jährlichen staatlichen Grundetats der Universität um 30 Millionen Euro. Außerdem müsse es künftig eine dynamische Anpassung des Grundetats mindestens in Höhe der realen Kostenentwicklungen für Tarifsteigerungen und Sachkosten geben. Aktuell liege der Grundetat der Universität bei etwa 390 Millionen Euro.Lesen Sie auch2011 seien mehr als 10.000 Studierende und Beschäftigte vor das Rathaus gezogen, um die damals drohenden Kürzungen abzuwenden, hieß es im Aufruf zur Demonstration der AG Ausfinanzierung der Universität Hamburg, der auch vom Akademischen Senat unterstützt wurde. Nun sei es erneut Zeit: „Erhöhen wir den Druck auf die politisch Verantwortlichen, verschaffen wir uns Gehör!“Universität räumt massive Finanzprobleme einDie Universität selbst räumte massive Finanzprobleme ein. Zwar sei das Budget insgesamt gestiegen, jedoch reiche die Finanzierung nicht aus, um die realen Kostensteigerungen sowie den deutlich wachsenden Aufgaben- und Investitionsbedarf zu decken, sagte Alexander Lemonakis, der Sprecher des Uni-Präsidenten Hauke Heekeren. Das strukturelle Haushaltsdefizit betrage aktuell rund 22 Millionen Euro, so Lemonakis.Lesen Sie auchAllein der Tarifabschluss von 2023 führe seit 2025 zu einer effektiven Kostensteigerung von 8,35 Prozent, die von der Stadt nicht vollständig kompensiert worden sei und somit aus dem Grundbudget der Universität finanziert werden müsse. Die Folge: „Die Fakultäten müssen aktuell 4,5 Prozent sparen, die Verwaltung fünf Prozent“, sagte der Sprecher. Bis 2032 seien in den Fakultäten Einsparungen von mindestens 10,5 Prozent und in der Verwaltung von mindestens 11 Prozent vorgesehen.Wissenschaftssenatorin Blumenthal will sich nicht äußernDie zuständige Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) wollte sich nicht äußern. Ihre Behörde teilte auf Anfrage lediglich mit, dass Blumenthal sich seit Monaten eng mit den Hochschulen abstimme und sich „mit aller Kraft“ für die Hamburger Hochschulen einsetze. Hamburgs rot-grüner Senat will bis Ende Juni seinen Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2027 und 2028 beschließen. Endgültig verabschiedet werden soll der Doppelhaushalt dann Mitte Dezember von der Hamburgischen Bürgerschaft.lno/juve
Hochschulprotest: „Wissen Schafft Zukunft“ – Warum 7000 Menschen gegen Kürzungen demonstrieren - WELT
Tausende Studierende und Beschäftigte ziehen in Hamburg zum Rathaus und warnen vor Stellenabbau und weniger Studienplätzen. Die Universität spricht von einem strukturellen Defizit – und fordert deutlich mehr Geld vom Senat. Es geht um Millionen-Summen.







