Das gegen den Kabarettisten Uwe Steimle geführte Strafverfahren ist beendet. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau stellte die Ermittlungen ein, denen der Vorwurf der Störung des öffentlichen Friedens zugrunde lag. „Das ist ein guter Tag“, sagt Steimle am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung. Den Brief der Staatsanwaltschaft habe er heute, am 9. September, erhalten – mit der Mitteilung, dass seit 2. September sämtliche Ermittlungen gegen ihn eingestellt seien. Steimle zeigt sich erleichtert. „Das hat mich alles ganz schön mitgenommen.“
Nach einem Auftritt bei einer AfD-Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau am 14. Juli hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Steimle aufgenommen – weil er den öffentlichen Frieden gestört haben soll. Konkret ging es um seine Aussagen über Friedrich Merz und Angela Merkel – darunter eine Anspielung auf das Stauffenberg-Attentat, die als Aufruf zur Gewalt gewertet wird.
Kabarettist
„Es geht nicht um die AfD – es geht um den Frieden“ - Uwe Steimle im Interview
Auf dem Podium saßen neben Steimle der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla und der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Ulrich Siegmund. Steimle sieht sich als Satiriker und Friedensbotschafter, der missverstanden und bewusst falsch dargestellt wurde. Dass die Ermittlungen gegen ihn nun ein Ende finden, wertet er auch als guten Tag für den Rechtsstaat, der doch noch funktioniere. „Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen.“







