Nigerias Wettbewerbshüter von der Federal Competition and Consumer Protection Commission (FCCPC) haben eine Untersuchung zum abrupten Rückzug des US-Dienstleistungskonzerns Uber aus dem westafrikanischen Land eingeleitet. Im Fokus steht dabei die Frage, ob der Fahrdienstvermittler Kunden mit nicht erbrachten Leistungen oder ungeklärten Verpflichtungen zurückgelassen hat. Das berichteten am Montag verschiedene nigerianische Medien. Die Aufsichtsbehörde prüfe die Art und Weise, wie sich Uber vom nigerianischen Markt zurückgezogen habe, erklärte der Leiter der FCCPC, Tunji Bello.

Die Untersuchung folgt wenige Tage nach der Ankündigung von Uber, seine Geschäftstätigkeit in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, sowie im ostafrikanischen Uganda mit sofortiger Wirkung einzustellen. Man habe die „schwierige Entscheidung“ nach einer eingehenden Überprüfung des Geschäftsbetriebs getroffen, teilte Uber in der vergangenen Woche mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Nigeria zählte zu den ältesten afrikanischen Märkten von Uber. Der Fahrdienstvermittler hatte seine Tätigkeit dort im Jahr 2014 aufgenommen. Zwei Jahre später folgte der Markteintritt in Uganda. Uber-Fahrer in Nigeria beklagten sich schon länger darüber, dass die Preise in der Fahrdienst-App angesichts der steigenden Kraftstoffkosten zu niedrig und die Provisionsgebühren zu hoch seien. Hinzu kam der Wettbewerbsdruck durch konkurrierende Plattformen.