Die Investition solle in das Technologiezentrum des Herstellers im englischen Woking fließen und Teil einer umfassenden Neuausrichtung von Produktpalette und Unternehmensstrategie unter McLarens Vorstandschef Nick Collins (51) sein. Die neuen Stellen sollen auch indirekt Beschäftigte und Leiharbeiter einschließen, heißt es in dem Bericht. Derzeit beschäftigt McLaren 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert sämtliche Fahrzeuge in einem Werk in der Nähe von Woking, Surrey.Im vergangenen Jahr hatte CYVN Holdings, eine staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi, McLarens Automobilgeschäft vom Staatsfonds des Königreichs Bahrain übernommen. Das Unternehmen hatte angekündigt, in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden US-Dollar zu investieren, um die defizitäre Sparte wieder auf Kurs zu bringen. Eines der ersten Investitionsprojekte war die Fusion mit dem britischen Premium-Elektroauto-Start-up Forseven Holdings im April 2025.
Der neue Eigentümer aus Abu Dhabi stellte zudem den Verwaltungsrat des Autoherstellers neu auf. In das Gremium wurden unter anderem Branchenpersönlichkeiten wie der frühere Ferrari-Chef Luca di Montezemolo (79) und Torsten Müller-Ötvös (66) berufen, der ehemalige Vorstandschef von Rolls-Royce Motor Cars.Britische Autoindustrie unter DruckDie britische Autoindustrie steht, ähnlich wie in die deutsche, seit Jahren unter Druck. Sie leidet unter US-Zöllen, der Konkurrenz aus China und den Vorgaben der Regierung für den Absatz von Elektrofahrzeugen. Zuletzt hatte Jaguar Land Rover bekannt gegeben, in den kommenden zwei Jahren 4000 Stellen abzubauen – das entspricht knapp 10 Prozent der weltweiten Belegschaft. Auch andere britische Hersteller wie Aston Martin oder Bentley verkleinern ihre Belegschaft.











