Beim Oktoberfest gehört das Dirndl zur Standardkleidung, und das nicht nur in München. Neben den traditionellen Trachtenschneidereien haben sich längst auch andere Marken auf moderne Interpretationen des Bierzelt-Klassikers verlegt.Eine Szene an jungen Designer-Labels, Lifestyle-Marken und High-Fashion-Häusern bricht dabei oft mit starren Trachtenregeln. Stattdessen wandern moderne Schnitte, unkonventionelle Materialien oder Haute-Couture-Einflüsse in die Kollektionen.

Auch Vivienne Westwood war eine glühende Verehrerin des Dirndls. Sie prägte den legendären Satz: „Würden alle Frauen Dirndl tragen, gäbe es keine Hässlichkeit mehr auf der Welt.“ Leider kann man von der britischen Design-Ikone keine Meinung mehr einholen zum aktuellen Dirndl-Entwurf des deutschen Sportartikelherstellers Adidas.

400 Euro für das zinnoberrote Streifen-Dress

Im Netz jedenfalls macht das Adidas-Dirndl gerade die Runde – und sorgt für gespaltene Reaktionen. Für 400 Euro wird das Kleidungsstück im offiziellen Onlineshop angeboten. Neben Schwarz ist es auch in Vermillion, also Zinnoberrot erhältlich. Die markentypischen drei Streifen sind nicht zu übersehen, außerdem fallen seitliche Eingrifftaschen und eine Schürze im Wendedesign auf.