Als Reaktion auf die Schlappe der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die Heimatunion im sächsischen Landesverband der Partei eine Rückkehr zu den konservativen Wurzeln gefordert. Man brauche ein Maximum an „CDU pur“ ohne laufende Kompromisse mit linken Parteien, so die Gruppierung. Sie forderte Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) auf, die Koalition mit der SPD und den Konsultationsmechanismus im Landtag zu beenden und eine „ehrliche Minderheitsregierung“ zu bilden.

Die 2022 gegründete konservative Gruppierung innerhalb der sächsischen CDU warf der Bundespolitik vor, Kernkompetenzen des CDU-Wahlprogramms auf dem Altar von SPD, Grünen und Linkspartei geopfert zu haben. Die Heimatunion hatte wiederholt für einen pragmatischen Umgang mit der AfD geworben und die Brandmauer infrage gestellt.

Kritik an „Linksverschiebung der Politik“

„Der Unvereinbarkeitsbeschluss von 2018 wurde in den letzten Jahren nach links aufgeweicht und nach rechts zur immer höheren ‚Brandmauer‘ ausgebaut“, erklärte Heimatunion-Chef Sven Eppinger. Eppinger zufolge sehen die Wähler, dass „die CDU mit ihren gegenwärtigen Partnern ihre Wahlversprechen nicht halten kann. Damit ist unserem Land nicht geholfen. Die Wege aus Deutschlands Krisen sind bekannt. Sie stehen im CDU/CSU-Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025. Dass diese Wege nicht gegangen werden, liegt an der Abhängigkeit von linken Koalitions- und Konsultationspartnern“.