PfadnavigationHomePolitikZollstreitTrump will keine kanadischen Produkte mehr in US-BehördenStand: 00:50 UhrLesedauer: 3 MinutenDonald Trump, Präsident der USAQuelle: Kevin Dietsch/Getty ImagesJetzt soll es kanadische Firmen treffen: US-Präsident Donald Trump kündigt harte Schritte an, um Produkte aus Kanada von den Einkaufslisten der US-Behörden streichen zu lassen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenIm Zollstreit zwischen den USA und Kanada erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck. Er will kanadischen Firmen den Zugang zum Beschaffungswesen von US-Behörden verwehren. Trump wies in einem Post auf Truth Social eigene Behörden an, entsprechende Schritte einzuleiten, um Produkte kanadischen Ursprungs von Listen zu entfernen. Auf diesen sind Unternehmen aufgeführt, von denen US-Behörden über Rahmenverträge Produkte und Dienstleistungen beziehen können.Er fordere die Behörden auf, „Produkte kanadischen Ursprungs aus den Multiple Award Schedules der GSA zu entfernen“, erklärte Trump, wobei er sich auf ein Programm der Beschaffungsbehörde General Services Administration für langfristige Verträge bezog. Diese Verträge hätten ein Volumen von mehr als 50 Milliarden Dollar (43 Milliarden Euro) pro Jahr, fügte Trump hinzu. Die von ihm angekündigte Maßnahme gelte, „sofern Kanada nicht wieder vollständige und faire Gegenseitigkeit für amerikanische Landwirte und Unternehmen herstellt“.Trump reagierte damit auf die von Kanada verhängten Gegenzölle, die am Dienstag in Kraft getreten waren. Die Aufschläge in Höhe von 15 bis 50 Prozent betreffen eine Reihe von US-Waren im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Euro), darunter Stahl- und Aluminiumprodukte sowie Milchprodukte. Einige Meeresfrüchteprodukte wurden von der ursprünglichen Liste jedoch gestrichen.Lesen Sie auchDer Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war im August nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. Vor gut zwei Wochen traten US-Zölle in Höhe von 50 Prozent unter anderem auf alkoholische Getränke, Milchprodukte, Hockeyschläger und Sperrholz aus Kanada in Kraft. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte daraufhin Gegenzölle an.Am Montag drohte US-Präsident Donald Trump damit, den Verkauf von Flugzeugen des kanadischen Herstellers Bombardier in den Vereinigten Staaten zu blockieren und rief den in Quebec ansässigen Konzern auf, seine Flugzeuge künftig in den USA zu bauen. „Wenn sie unseren Markt wollen, müssen sie hier produzieren“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.Das kanadische Unternehmen betonte, dass es durch seine Aktivitäten in den USA Zehntausende Arbeitsplätze im Nachbarland geschaffen habe und jährlich über 2,5 Milliarden Dollar bei Zulieferern in den USA ausgebe.Erweiterte Amerika-KarteZuletzt provozierte Trump mit einer auf der Social-Media-Plattform Truth Social geteilten Nordamerika-Landkarte, die Kanada und andere Nachbarländer in die US-Flagge gehüllt darstellt. Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. Trump kommentierte die Landkarte nicht. Anklingen ließ er, dass Kanada der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. In seiner zweiten Amtszeit seit 2025 hat er schon öfter zu dem Mittel geografischer Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in „Lake America“ an.dpa/afp/gold
Zollstreit: Trump will keine kanadischen Produkte mehr in US-Behörden - WELT
Jetzt soll es kanadische Firmen treffen: US-Präsident Donald Trump kündigt harte Schritte an, um Produkte aus Kanada von den Einkaufslisten der US-Behörden streichen zu lassen.











