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Handelsstreit: Autos, Lkw, Stahl – Trump droht Kanada mit 50-Prozent-Zoll Der Streit zwischen Washington und Ottawa geht weiter: US-Präsident Trump kann nicht locker lassen und eskaliert die Situation. Aus Kanada folgen scharfe Worte.
US-Präsident Donald Trump (l) unterhält sich mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney (r). Foto: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/dpIm festgefahrenen Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada lässt US-Präsident Donald Trump die Situation eskalieren. Ab dem 1. Januar 2027 will er die Importabgaben für Autos, große und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent erhöhen, wie er am Montag auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Wie in der Vergangenheit könnten Unternehmen die Zölle umgehen, indem sie in den USA produzierten, hieß es weiter.Derzeit fordern die USA nach kanadischen Angaben auf Basis von Abschnitt 232 des „Trade Expansion Acts“ aus dem Jahr 1962 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Auto, Lastwagen und entsprechende Teile. Zudem erheben sie bei Stahl, Aluminium und Kupfer Importabgaben von zehn bis 50 Prozent.Trump begründete seine Drohung erneut damit, dass Kanada die Vereinigten Staaten seit Jahren „ausbeute“, und behauptete weiter, dass sein Land nicht auf den Handel mit dem Nachbarn angewiesen sei.Zuvor hatten Verhandler der beiden Nachbarstaaten bis in die Nacht zum Samstag über eine Vereinbarung beraten, um die von US-Präsident Trump angekündigten Zölle abzuwenden. Nach den geplatzten Verhandlungen traten noch in der Nacht bereits Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft.Betroffen sind kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar – also etwa fünf Prozent der Einfuhren insgesamt –, darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein.Scharfe Reaktion aus KanadaDer Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario hat den USA im Gegenzug mit einem Lieferstopp für Strom und kritische Mineralien gedroht. Für den Fall einer Verschärfung des Handelsstreits mit den USA lägen nach dem Rückzug des kanadischen Premiers Mark Carney aus Zollverhandlungen mit dem Nachbarland alle Optionen auf dem Tisch, sagte Doug Ford der Nachrichtenagentur AP am Montag.Ford erklärte, die USA erhielten aus Ontario „kein Sandkorn mehr“. Er verwies ausdrücklich auf hochwertigen Nickel, der aus Kanada in die USA geliefert wird, sowie auf Uran, das in Ontario verarbeitet wird. „Was würden sie ohne den hochwertigen Nickel machen, den wir in die USA liefern?“, fragte Ford.Zudem versorge allein Ontario rund 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen südlich der Grenze mit Strom. Sollte Trump weiter versuchen, die kanadische Industrie auszuhöhlen, „sollte er besser ein Paket Batterien bereithalten“.Reagan wäre „von Trump angewidert“Ronald Reagan, einer der republikanischen Amtsvorgänger von US-Präsident Donald Trump, „würde sich vom Porträt aus auf ihn übergeben, wenn er wüsste, was los ist“, sagte Ford über die Handelspolitik Trumps und verwies darauf, dass dieser ein Porträt des 40. US-Präsidenten in der Nähe seines Schreibtischs habe. Reagan wäre „von Trump angewidert“ und würde sich im Grab umdrehen, sagte der konservative Politiker. „Vielleicht sollte er das Bild von der Wand nehmen und woanders hinbringen.“Reagan war ein entschiedener Befürworter des Freihandels. Immer wieder warnte er davor, dass protektionistische Zölle, der Markenkern der Handelspolitik Trumps, Vergeltungsmaßnahmen auslösen und Verbrauchern und Arbeitnehmern in den Vereinigten Staaten schaden könnten.Trump habe seinem nördlichen Nachbarland, dem engsten Freund und Verbündeten, den Krieg erklärt, einen Wirtschaftskrieg, sagte Ford. Er warf dem US-Präsidenten vor, die kanadische Wirtschaft ausbluten und ihre Sektoren systematisch in die USA verlagern zu wollen. dpa, AP Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick










