Immer wieder kommt es zu Gewalttaten israelischer Siedler im Westjordanland. Zwölf Länder setzen nun ein Zeichen dagegen: Unter anderem Großbritannien, mehrere EU-Staaten und Kanada wollen den Handel mit Produkten aus den israelischen Siedlungen im Westjordanland sanktionieren. Israels Außenminister Gideon Sa’ar kündigte als Reaktion die Schließung des britischen Konsulats in Ostjerusalem an.
In einer gemeinsamen Erklärung von zwölf Außenministerien heißt es, die Länder seien entschlossen, »nationale Beschränkungen für den Handel mit Waren aus nach Völkerrecht illegalen Siedlungen zu verhängen und/oder entsprechende europäische Beschränkungen zu unterstützen«.Die Initiative, an der Deutschland nicht beteiligt ist, richtet sich gegen die wachsende Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland sowie gegen die Ausweitung der Siedlungen in dem besetzten Palästinensergebiet (Lesen Sie hier mehr dazu ). Auch Dänemark, Finnland, Frankreich, Island, Irland, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien und Schweden schlossen sich der Erklärung an. Man müsse auch handeln, um der Zerstörung einer Zweistaatenlösung entgegenzuwirken, heißt es in der Erklärung weiter.
Demnach wollten der französische Präsident Emmanuel Macron sowie die Regierungschefs Großbritanniens und Kanadas, Andy Burnham und Mark Carney, mit diesem Vorstoß verhindern, »dass sich die Lage weiter verschlechtert«.Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Erklärung sagte der britische Außenminister Ed Miliband vor den Abgeordneten in London, im Westjordanland sei eine »ethnische Säuberung« im Gange, die »von terroristischen Siedlern« verübt werde. Zugleich erhob er den Vorwurf gegen die israelische Regierung, die Augen davor zu verschließen: »Viel zu oft hat die israelische Regierung bei dieser Lage weggesehen«, sagte Miliband. »Schlimmer noch: Einige ihrer Mitglieder haben Äußerungen getätigt und Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser zu unterstützen.«










