499 Straftaten wurden im ersten Halbjahr 2026 gegen Mitglieder der im Bundestag vertretenen Parteien registriert. 193 davon richteten sich gegen AfD-Mitglieder, 121 gegen Mitglieder der CDU. Am wenigsten betroffen war die CSU mit 20 registrierten Straftaten. Die Zahlen stammen aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion an die Bundesregierung, in der nach Straftaten gegen Parteimitglieder, Parteibüros und Wahlplakate gefragt wurde.

Grundlage der Angaben ist der Kriminalpolizeiliche Meldedienst in Fällen politisch motivierter Kriminalität. Die Statistik unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Angriffszielen: Neben Parteirepräsentanten und -mitgliedern werden auch Parteigebäude und -einrichtungen sowie Wahlplakate erfasst.

AfD in allen drei Bereichen am häufigsten betroffen

Über alle drei Kategorien hinweg entfielen die meisten registrierten Straftaten auf die AfD. Bei Angriffen auf Personen dominierten Äußerungsdelikte. Dazu zählen unter anderem Beleidigungen oder andere strafbare Äußerungen. An zweiter Stelle folgten Gewaltdelikte.

Auch bei Angriffen auf Parteibüros lag die AfD mit 38 Fällen an der Spitze. Es folgten die CDU mit 25 und die Linke mit 24 registrierten Straftaten. In dieser Kategorie handelte es sich überwiegend um Sachbeschädigungen.