PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltChemiestandort Leuna in der KriseKein Investor für Leuna Polyamid – 400 Jobs verlorenStand: 08.09.2026Die Anlagen im Chemiepark Leuna laufen bis Ende September – dann folgt das Herunterfahren. Chinesische Konkurrenz verhinderte jeden Investor. (Symbolbild)Quelle: Jan Woitas/dpaDie Investorensuche für die insolvente Leuna Polyamid GmbH ist gescheitert. Rund 400 Beschäftigte verlieren ihre Stellen – die Anlagen laufen bis Ende September noch weiter, dann beginnt das geordnete Herunterfahren.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDas große Chemiewerk der insolventen Leuna Polyamid GmbH im Chemiepark Leuna droht, eine Industrieruine zu werden. „Wir haben bisher leider kein verbindliches Angebot eines Investors erhalten", sagte Geschäftsführer Martin Naundorf der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Als Hauptgrund für das Scheitern nannte Naundorf den enormen Preisdruck chinesischer Anbieter.Rund 400 Beschäftigte sind betroffen. Die Anlagen sollen bis Ende September noch produzieren, um Kundenaufträge abzuarbeiten. „Danach wollen wir die Anlagen in Eigenregie herunterfahren", sagte Naundorf. Das werde 15 bis 20 Tage dauern. In den Werken werden Kunststoffe und Düngemittel produziert.Leuna Polyamid war als Auffanggesellschaft gegründet worden und hatte am 1. April das insolvente Domo-Werk in Leuna übernommen. Doch bereits zweieinhalb Monate nach dem Neustart geriet auch das Nachfolgeunternehmen in Schieflage und meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an.