Die AfD könnte bei der Wahl am 20. September ihr Ergebnis verdoppeln – und womöglich sogar stärkste Kraft werden. Was sind die Gründe für den Höhenflug?
Zuverlässig mobilisiert: Besucher:innen der AfD-Kundgebung in Lichtenberg Ende August
Bernd von Jutrczenka/picture alliance
Das Ziel war Provokation. Und so ist es kein Wunder, dass der „Spaziergang“ des Berliner AfD-Scharfmachers Thorsten Weiß mit Parteikollegen und einer FPÖ-Delegation durch Nord-Neukölln an diesem Nachmittag Anfang September zum Spießrutenlauf wird. „Ganz Berlin hasst die AfD“, rufen Passant:innen am Hermannplatz. Später, auf der Karl-Marx-Straße, fliegt ein rohes Ei in Richtung Polizei, die den AfD-FPÖ-Pulk von den Demonstrant:innen abschirmt.
Weiß und seine Begleiter – darunter der Neuköllner Abgeordnete Robert Eschricht und der Chef der Berliner Parteijugend, Martin Kohler, – verziehen keine Miene. Für ein Statement halten sie an einem Drogenkonsumraum an, vor dem mehrere Klient:innen sitzen, Suppe essen und Tee trinken. Weiß fantasiert dort von einer „Rückeroberung“ von Nord-Neukölln, fordert dafür „konsequente Remigration“ sowie die „Verdrängung der offenen Drogenszene“ und eine „Zwangstherapie“ für suchtkranke Menschen.









