Mustafa Groener hat für die Linke eins von drei Direktmandaten in Sachsen-Anhalt gewonnen. Er bezeichnet sie als „Schutzräume gegen die Faschisten“ der AfD.

Linker Lichtblick: Mustafa Groener hat den Wahlkreis Magdeburg 2 gewonnen

Max Schlag

taz: Herr Groener, Ihre Linke hat in Sachsen-Anhalt deutlich weniger Stimmen bekommen als erwartet und ist sogar hinter den Grünen und der SPD gelandet. Aber Sie haben in Ihrem Wahlkreis in Magdeburg am meisten Erststimmen bekommen und das Direktmandat gewonnen. Wie geht es Ihnen nach dem Wahltag?

Mustafa Groener: Auf der einen Seite freue ich mich sehr, weil wir es durch den Wahlkampf in Magdeburg geschafft haben, einen roten Leuchtturm aufzubauen. Wir haben an 30.000 Türen geklingelt, mit 10.000 Menschen gesprochen und so auch ihr Vertrauen gewonnen. Auf der anderen Seite ist das Wahlergebnis bekannt: Der Rest der Landkarte ist blau. Die AfD hat rund 44 Prozent bekommen, das BSW ist auch im Landtag. Das macht Sorgen, das macht mir Angst.