Das Bündnis Sahra Wagenknecht steht bereit, um einen AfD-Ministerpräsidenten ins Amt zu hieven. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er das will.

Verhelfen sie der AfD zur Macht? Amira Mohamed Ali, Claudia Wittig und Fabio De Masi bei der BSW-Wahlparty

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

A llen Umfragen zum Trotz hat es das BSW in Sachsen-Anhalt in den Landtag geschafft. Parteigründerin Sahra Wagenknecht hat alles auf eine Karte gesetzt und die Spaltung ihrer Partei – in Thüringen wie zuvor schon in Brandenburg – in Kauf genommen, um die Partei vor dieser Schicksalswahl wieder als Anti-Establishment-Kraft zu profilieren. In Sachsen-Anhalt hat Wagenknecht ihr Ziel erreicht, mit dem BSW das Zünglein an der Waage zu sein.

Wagenknecht hat schon vor der Landtagswahl klargemacht, dass sie die Brandmauer zur AfD ablehnt und die rechtsextreme Partei als potenziellen Partner betrachtet. Beide Parteien haben viel gemein: Beide lehnen die Unterstützung der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland ab, sie sind für einen harten Kurs gegen Einwanderer und Flüchtlinge und sie wollen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seiner jetzigen Form abschaffen.