Dass Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau und Kiew reisen, ist ein gutes Zeichen. Denn es zeigt, dass Donald Trump das Interesse an einer Lösung im Ukrainekrieg trotz seiner Intervention in Iran und der anstehenden Zwischenwahlen noch nicht verloren hat. „Sie bringen einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit“, hatte der amerikanische Präsident am Freitag angekündigt. Was dieser Vorschlag genau beinhaltet, verriet er nicht.Wladimir Putins Berater bezeichnete das Treffen als „sehr nützlich“. Die beiden hätten „eine Reihe von Ideen zu möglichen Wegen für eine Einigung skizziert“. Welche Ideen, verriet auch er nicht.Begrüßung am Kiewer HauptbahnhofWenn der Kreml ein Treffen als nützlich bezeichnet, kann das für die Ukraine erst einmal keine gute Nachricht sein. Der russische Herrscher wird von seinen Maximalforderungen nicht abgerückt sein. Und man weiß aus Erfahrung, dass Witkoff anfällig für Putins Propaganda ist.Positiv für Kiew ist, dass das Gespann erstmals auch in die ukrainische Hauptstadt reist. Im Januar hatten die beiden nur Moskau besucht. Ihre Begrüßung am Kiewer Hauptbahnhof war nun auch freundlich, aber zurückhaltend.Immerhin bringt der Besuch den von Luftalarmen, Raketen- und Drohneneinschlägen geplagten Hauptstädtern wohl zwei ruhige Nächte. Ein handfesteres Ergebnis der Reise wäre aber eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen. Damit könnten die Ukrainer Russlands Raketenterror wirklich etwas entgegensetzen.