Stand: 07.09.2026 • 11:36 Uhr

Bei ihrem Besuch in Kiew erklärten Kushner und Witkoff, die "Zutaten" für einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine seien alle vorhanden. Der ukrainische Präsident Selenskyj scheint da weniger Hoffnung zu haben.

"Peace Express" - Friedensexpress - stand auf der Anzeigentafel auf dem Bahnsteig in Kiew, auf dem Steve Witkoff und Jared Kushner Sonntagmittag ankamen. Es war der erste Besuch der US-Unterhändler und Vertrauten von Präsident Donald Trump in der Ukraine. In Moskau waren sie dagegen schon mehrfach - und nun waren sie auch von dort aus nach Kiew angereist.

Auf der Pressekonferenz am frühen Abend bedankte sich der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei seinen Gästen beinahe mit Galgenhumor: "Sie haben besser gearbeitet als das 'Patriot'-System. Unsere Einwohner wertschätzen das sicherlich. Kommen Sie gerne öfter, sodass die Menschen hier ein bisschen häufiger durchschnaufen können."

Zuletzt hatte Russland Kiew mehr als eine Woche lang durchgehend und mehrmals am Tag aus der Luft angegriffen. Parallel mangelt es der Ukraine an Flugabwehr, vor allem an Munition für das "Patriot"-System aus US-Produktion. Während des Aufenthalts von Witkoff und Kushner gab es in Kiew keine Angriffe.