Im Ringen um ein Ende des Ukrainekriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals in Kyjiw eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof der Stadt vom Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, begrüßt, wie ein Video der Nachrichtenagentur Unian zeigte.
Inzwischen sollen die Gespräche zwischen Selenskyj und den US-Vermittlern begonnen haben. Das teilte Selenskyj auf dem Portal X mit. Ein kurzes Video zeigte, wie er die US-Unterhändler auf dem Platz vor der mittelalterlichen Sophienkathedrale begrüßt.Gespräch mit Putin dauerte drei StundenFür den Sondergesandten Witkoff und Kushner, den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, ist es auf ihrer Vermittlungsmission der erste Besuch in Kyjiw. Am Vortag hatten sie in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen, um Möglichkeiten für ein Ende des seit viereinhalb Jahren dauernden Krieges auszuloten. Das Gespräch dauerte fast drei Stunden.
Russland führt seit 2022 einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren für ihre Vermittlungsbemühungen aber noch nie in Kyjiw. Damit hatten sie bei Selenskyj für Unmut gesorgt. Im April kritisierte er, es sei respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht in die Ukraine zu kommen.In Kyjiw ist nun ein Treffen mit Selenskyj geplant. »Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein«, schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. »Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen.« Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kyjiw wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.












