Hat eine Zukunft: Ein Großteil der Stellen im Volkswagen-Werk Osnabrück soll unter den neuen Eigentümern erhalten bleiben

Das VW-Werk Osnabrück soll mit Rüstungsaufträgen eine Zukunft bekommen. Volkswagen, das Land Niedersachsen und der Investor Aurelius Capital haben Eckpunkte für einen Verkauf vereinbart, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nach dem Ende der Auto-Produktion im Sommer 2027 soll der Standort schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen entwickelt werden.

Der Plan sieht vor, dass Aurelius als Mehrheitseigentümer gemeinsam mit dem Land die Volkswagen Osnabrück GmbH übernimmt. Das Ziel der Transaktion sei, den Standort langfristig zu erhalten. Der mögliche Kaufpreis war zunächst nicht bekannt. Die nun angesteuerte Lösung bietet dem Betriebsrat zufolge eine Zukunft für knapp 1.400 der derzeit 1.800 Beschäftigten. Damit zeichnet sich für rund drei Viertel der Belegschaft eine Anschlussperspektive ab.

VW-Vorstandschef Oliver Blume (58) sprach von einem wichtigen Schritt, um dem Standort eine industrielle Zukunft zu eröffnen. „Volkswagen steht zu seiner Verantwortung für Osnabrück“, sagte Blume. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (59; SPD) betonte, dass Deutschland und Europa angesichts der veränderten Sicherheitslage ihre Fähigkeiten stärken und unabhängiger werden müssten. „Niedersachsen will dazu beitragen, dass daraus Wertschöpfung und sichere Beschäftigung entstehen“, sagte Lies, der Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist.