Am Wahlsonntag bangen antifaschistische Menschen in Sachsen-Anhalt um ihre Zukunft. Aufgeben kommt für viele trotzdem nicht infrage.
Saaeid Saaeid, Sprecher des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt, will trotz zunehmender rechter Anfeindungen bleiben
Max Schlag
Eine bedrohliche Sirene. Das ist es, was man als Erstes hört, als die ersten Wahlprognosen über die Handys der etwa 200 Leute laufen, die sich in Magdeburg auf dem Domplatz zur Kundgebung des zivilgesellschaftliches Bündnisses Sachsen-Anhalt Weltoffen versammelt haben. Die Sirene ertönt aus dem umgerüsteten Aktionsfahrzeug des Zentrums für politische Schönheit. Auch Rauch steigt aus diesem empor.
Auf dem Platz passiert erst einmal fast gar nichts. Geschockt halten einige sich die Hand vor dem Mund, können die erste Prognose kaum glauben. 44 Prozent für die AfD, der nur ein Sitz bis zur absoluten Mehrheit fehlen soll – das ist noch schlimmer, als es viele hier erwartet haben. Es dauert fünf Minuten, bis einige versuchen, sich mit einem „Alle zusammen gegen den Faschismus“ Mut zuzurufen.













