Die AfD erzielt in Sachsen-Anhalt das stärkste Ergebnis einer rechtsextremen Partei seit 1945. Könnte sie nun auch an die Macht gelangen?
Begeisterung bei der AfD in Magdeburg: Ulrich Siegmund wird von den beiden AfD-Vorsitzenden Weidel und Chrupalla geherzt
Michael Kappeler/dpa
Und dann steht der Rechtsextremist Björn Höcke auf der Bühne im „Alten Theater“ in Magdeburg und versucht zu singen: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, ruft er ins Mirko. Töne trifft er nicht, doch die Stimmung im Saal trifft er. Die AfD-Wahlparty befindet sich im Freudentaumel, berauscht sich an der ersten Prognose: 44,3 Prozent zeigt der AfD-Balken an, ein Zuwachs von über 23,5 Prozentpunkten.
„Wir gehen heute noch in die absolute Mehrheit rein“, tönt Höcke, „der Souverän von Sachsen-Anhalt hat die Kartellparteien zu einem politischen Flohzirkus zusammen geschrumpft.“ Die „Schandmauer“ sei nun eingerissen. Höcke, der offen völkische Positionen vertritt und wegen SA-Parolen verurteilt wurde, spricht von einer „Zäsur“. Neben ihm wehen acht Deutschlandfahnen, hinter ihm prangt auf der Videoleinwand: „Es beginnt hier.“











