»Good Vibes Only« statt politischer Statements, so hätten es die Veranstalter des Glücksgefühle-Festivals auf dem Hockenheimring wohl gern gesehen. Doch das Hin und Her um die Ausladung der Band Alphaville scheint die meisten für das Festival gebuchten Musikerinnen und Musiker erst recht ermuntert zu haben, ein Zeichen zu setzen.
Auch motiviert durch die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, positionierten sich einige Künstler vor Ort gegen rechtsextreme Tendenzen, sprachen sich für Vielfalt und für Demokratie aus. Aus Sicht der Berliner Reggae-Gruppe Culcha Candela zum Beispiel wurden die diesjährigen Glücksgefühle »zum politischsten Festival Deutschlands«.
»Willkommen auf der politischen Veranstaltung«, rief DJ Felix Jaehn von der Bühne und spielte kurz vor der Landtagswahl unter anderem einen Anti-AfD-Song. Die Girlgroup No Angels trug T-Shirts mit der Aufschrift »FCK AFD«. Die AfD wird in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.
Sänger Zartmann, der auf dem Hockenheimring den Abschluss seiner Tour feierte, nutzte seinen Auftritt für ein Statement gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Sexismus. Er werde sein Leben lang den Mund aufmachen, sagte er, »egal wo, egal wann, egal wie viele was dagegen haben«.











