Wegen versuchter Sabotageangriffe auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei am Hambacher Forst westlich von Köln mit einem Großaufgebot nach dem Tatverdächtigen gesucht. Ziel des Einsatzes sei gewesen, den 48-jährigen Mann selbst oder Spuren, die Hinweise auf ihn liefern, zu finden. Das bestätigte ein Sprecher der Kölner Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Laut Beobachtungen eines dpa-Reporters waren bis zu 100 Fahrzeuge der Polizei vor Ort. Die Suche dauerte am Nachmittag noch an.

Wegen der Sabotageakte wird seit Tagen nach dem Tatverdächtigen gesucht. Die Ermittler hatten am Samstag einen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des Verdächtigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet veröffentlicht. Inzwischen wird auch nach einem Fahrrad gefahndet, das er möglicherweise benutzt hat.Baumhäuser durchsuchtDer Hambacher Forst ist ein Waldgebiet zwischen Köln und Aachen, das zum bundesweiten Symbol für den Kampf um die Energiewende und gegen die Braunkohleverstromung wurde. Der Wald liegt am Rand des Braunkohletagebaus Hambach und sollte ursprünglich dem fortschreitenden Tagebau weichen. Seit 2012 errichteten Umweltschützer und Aktivisten unter dem Motto »Hambi bleibt« Baumhäuser im Wald. Laut der Kölner Polizei gibt es auch heute noch Baumhäuser, die auch Teil der Durchsuchung sind. Ob noch welche bewohnt sind, ist bisher nicht bekannt.