Tausende feiern am Samstag in Magdeburg die Demokratie und Zivilgesellschaft. Vor der Wahl fassen sie Mut und versprechen sich Zusammenhalt – egal, was kommt.

Mehr als 10.000 Menschen feierten am Samstag vor der Landtagswahl die Demokratie und die Zivilgesellschaft in Magdeburg

Jan Woitas/dpa

Jubel vor dem Landtag in Sachsen-Anhalt. Etwa 24 Stunden bevor die Wahllokale in Sachsen-Anhalt schließen, ist der Platz zwischen dem Parlamentsgebäude in Magdeburg und dem Dom komplett voll. Auf einer großen Bühne steht die Autorin Carolin Emcke und trägt ihre Gedanken zur Frage vor: „Was für ein Land wollen wir sein?“ Tausende hören ihr zu. Und nicht nur ihr.

Über fünf Stunden tritt an diesem Samstagnachmittag ein Act nach dem anderen auf. Lokale Ak­ti­vis­t:in­nen wie der Antifaschist Max Schneller, die DDR-Bürgerrechtlerin Angela Kunze-Beiküfner und der Sprecher des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt, Saaeid Saaeid, erzählen von ihren Erlebnissen und sprechen Mut zu. Die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz betont: „Hass hat noch nie etwas Gutes getan.“ Deutschlandweit bekannte Mu­si­ke­r:in­nen wie die Schlagersängerin Kerstin Ott und der Popstar Berq sorgen mit ihren Liedern für Stimmung.