PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltTausende demonstrieren für Demokratie und WeltoffenheitStand: 05.09.2026Lesedauer: 2 MinutenEin breites Bündnis hatte vor der Landtagswahl zu einem Demokratiefestival aufgerufen. Quelle: Simon Kremer/dpaMehr als 10.000 Menschen setzen in Magdeburg ein Zeichen – beim Demokratiefest mit Musikern und bekannten Rednern. Die AfD veranstaltet nur wenig entfernt ihren Wahlkampfabschluss.Einen Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind Tausende Menschen in Magdeburg auf die Straße gegangen, um für Demokratie und Weltoffenheit zu demonstrieren. Die Veranstalter sprachen von 15.000 bis 20.000 Teilnehmern, die den Tag über zu einem Demokratiefestival auf den Domplatz in Magdeburg gekommen waren. Nach Polizeiangaben waren es bei mehreren Veranstaltungen in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt etwa 10.000 Menschen.Klima- und Politaktivistin Luisa Neubauer kritisierte ein Aufbrechen der sogenannten Brandmauer gegen die AfD und eine Annäherung an rechte Politik. «Es wäre in diesem Augenblick der größte Fehler, die Lösungsvorschläge von jenen zu übernehmen, die keinen Funken Interesse daran haben, unsere Demokratie, unsere Freiheit, unsere Lebensgrundlagen zu verteidigen.» Es brauche eine maximale Abgrenzung.Publizistin Emcke: «Es sind finstere Zeiten für die Demokratie»Auch die Musiker Sebastian Krumbiegel von den Prinzen und Kerstin Ott traten auf dem Platz vor dem Magdeburger Landtag auf. «Wir gehen keinen Zentimeter nach rechts», sagte Ott. Am Sonntag wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Bei Umfragen zur Landtagswahl lag die AfD zuletzt mit rund 40 Prozent vorn. Die Partei, deren Landesverband in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, hielt parallel ihren Wahlkampfabschluss mit der Bundesspitze ab.«Es sind finstere Zeiten für die Demokratie», sagte die Publizistin Carolin Emcke. Es gehe nicht nur darum, die Demokratie zu verteidigen, sondern auch darum, die Demokratie besser zu machen. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und Zivilgesellschaft aufgerufen.Die Veranstalter zogen ein positives Fazit. Die große Beteiligung zeige, dass viele Menschen bereit seien, sich aktiv für demokratische Werte und gegen Ausgrenzung einzusetzen.dpa-infocom GmbH