Die Regierung von Premierminister Sánchez setzt sich über die Regionalverwaltung hinweg – und errichtet nun ein Zeltlager für Geflüchtete an einer sensiblen Stelle.
Im Stadtteil Los Rosales der spanischen Exklave Ceuta wird schon gegen örtlichen Widerstand ein Zeltlager errichtet, das zur Aufnahme von rund 900 Migranten dienen soll
Marcos Moreno/Europa Press/dpa
dpa | Im Streit über die Unterbringung von Migranten in Spaniens Nordafrika-Exklave Ceuta hat die linke Regierung in Madrid die Kontrolle über den Hafen des Gebiets übernommen. Transportminister Óscar Puente unterschrieb eine entsprechende Anordnung und erlaubte den Aufbau eines provisorischen Zeltlagers für Migranten im Hafenbereich, wie der staatliche TV-Sender RTVE und andere spanische Medien übereinstimmend berichteten. Puente setzte sich damit über eine gegenteilige Entscheidung der lokalen Behörden hinweg. Das Ministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.
Die Regionalregierung unter Leitung des Präsidenten der an Marokko grenzenden Exklave, Juan Jesús Vivas, hatte sich am Freitag gegen den Aufbau eines solchen Zeltlagers im Hafenbereich ausgesprochen. Der Hafen sei wichtig für die Versorgung der Exklave, in der Nähe befände sich zudem ein großes Tanklager.










