An Fernando García-Bastidas ist einiges gelb: Sein T-Shirt, seine Schuhe, sogar seine Brille hat gelbe Akzente. Nur gelbe Bananen an den Stauden um ihn herum sind nicht zu sehen: Die Früchte müssen in den kommenden Wochen erst wachsen.Damit das klappen kann, öffnet Fernando mit dem Fingernagel den Staubbeutel einer Bananenblüte*. Das ist das Ende des Blütenstiels. Darin produziert der männliche Teil der Blüte den Pollen, also den Blütenstaub: ein feines weißes Puder, womit Fernando jetzt zu einer anderen Pflanze geht, um dort den weiblichen Teil der Blüte mit dem Pollen zu bestäuben. »So produziert die Mutterpflanze in einigen Wochen Früchte einer ganz neuen Bananensorte«, erklärt Fernando. Er hat zwei verschiedene Bananenpflanzen gekreuzt.
Die Banane hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Von der Bananenstaude hängt ein großer Stiel herunter. Daran entwickeln sich zuerst die weiblichen Blüten unter dicken Blättern. Wenn diese Blüten bestäubt werden, wächst aus ihnen später ein Bananenbund mit mehreren Bananenfrüchten. Unter den weiblichen Blüten befinden sich die männlichen Blüten in einer Knospe, die auch als »Bananenherz« bezeichnet wird. Darin befindet sich der Pollen. Wenn eine Blüte bereit für den Fortpflanzungsprozess ist, öffnet sie ihre Deckblätter und wirft sie irgendwann ab.








